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Windmühlen

Obwohl es in mehreren Ländern Windmühlen gibt, hat man in den Niederlanden die meisten Variationen entwickelt und die grösste Perfektion in der Konstruktion erreicht.

Bis zur Erfindung der Dampfmaschine waren Windmühlen die wichtigsten Energielieferanten. Im 19. Jahrhundert zählte man in den Niederlanden noch mindestens 10.000 Windmühlen.
Aber Blitzeinschlag gefolgt durch Brand, schwere Stürme und Kriegshandlungen haben die Zahl der Windmühlen stark reduziert und es war kaum mehr die Rede von Geld und Begeisterung für den Wiederaufbau.
Windmühlen gehören ohne weiteres zu der am meisten verletztlichen Kategorie des niederländischen Monumentenbesitzes.
Es muss also auch eine wichtige Aufgabe der Regierung und des niederländischen Volkes sein, dass die Minimalanzahl von den ca. restlichen 1000 Windmühlen eine absolute Mindestzahl bleibt. Viele haben das inzwischen verstanden und vereinigten sich zu diesem Zweck in ländlichen, provinziellen und lokalen Mühlenvereinen. Gegenwärtig stehen noch 1035 Windmühlen.

Sie, liebe Leser, werden durch diese Seiten sicherlich eine lehrreiche Bekanntschaft mit unserer „nationalen“ Handelsmarke machen und selbstverständlich hoffen wir, dass Sie hierdurch die Windmühlen in Zukunft als Monument von Vernunft und Fachmannschaft „sehen“ und bewundern.

Die Windmühle in Domburg

Auf einem Mühlenberg am Roosjesweg im Südosten dieses bekannten Badeortes steht ein runder steinerner Bodensegler aus 1817. Schon 1588 stand in Domburg eine Mühle und von ca. 1596 bis 1604 gab es eine Papiermühle. Der Vorgänger der jetzigen Mühle war eine 1620 gebaute Standardmühle. Das obere Holzrad, in dem „1650“ eingehackt ist, hat sehr breite Faltstücke und stammt aus dieser Mühle.

Drei Sprösslinge aus der Familie des Müllers v.d. Meule waren bis 1864 die Eigentümer der Mühle. Danach mahlten bis 1920 zwei Generationen der Familie Passenier in der Kornmühle.

J. Coomans war der letzte Berufsmüller der das Bauer- und Bäckermahlwerk mit einem Koppel 16er blauen und 2 Koppel Kunststeinen ausführte. Ende 1963 sind ein Koppel Mühlensteine und der Beutel ebenerdig entfernt.

1947 wurden die Schäden aus dem Krieg unter anderem an zwei Sprossen, ein Teil der mit Dachpappe bekleideten Mühlenkappe und der Schwanz repariert.

Ein Teil der Innenstange der Kornmühle von Grijpskerke, der bis 1958 auf dem Mühlenberg lag, wurde als Schwanz verwendet. Mit dem hier befestigten Schubrad wird die Kappe in Bewegung gesetzt, um das Mühlenkreuz in den Wind zu stellen.

Der Rumpf ist an der Oberseite umgeben von einem horizontalen Band in den Farben weiss-rot-weiss.

Bis Ende 1960 war die Mühle „Weltevreden“ arg vernachlässigt. Eigentümer Hr. C.m. van Leeuwen aus Esch in Brabant, wollte die Mühle als Wohnhaus umbauen. Dieser Plan zerschlug sich. In 1970 kaufte die Gemeinde die Mühle und liess diese 3 Jahre später gründlich restaurieren.

Die Mühle, die zwei Speicher hat, wurde nie bewohnt, trotzdem wird hier regelmässig nach alter Handwerksart mit zwei Koppen Mühlensteinen, einem Beutel und einer Heissvorrichtung Getreide gemahlen.

Seit der Neueinteilung der Gemeinden am 1. Januar 1998 ist die Mühle Eigentum der Gemeinde Veere.

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